Wie das Aquarienvolumen berechnet wird
Das Aquarienvolumen ist einfach Länge × Breite × Höhe. Der Haken: Aquarianer geben ein Becken fast immer mit seinem Bruttovolumen an – der Schlagzeile auf dem Karton – während für Besatz, Dosierung und Wasserwechsel eigentlich das Nettovolumen zählt: brutto minus alles, was kein Wasser ist.
Bodengrund verdrängt echtes Wasser – eine 5 cm hohe Sandschicht in einem 60 × 30 cm Becken nimmt 9 Liter weg. Steine und Holz nehmen mehr. Technik (Heizer, Innenfilter, CO₂-Diffusor) frisst einen Liter oder zwei. Das tatsächliche Nettovolumen liegt meist bei 80–90 % des Schlagzeilenwerts.
Glasstärke - eine sinnvolle Regel
Der hydrostatische Druck steigt mit der Tiefe, nicht mit der Oberfläche. Die klassische Faustregel ist Höhe in cm ÷ 18 aufgerundet, mit einem Sicherheitsfaktor von etwa 3,8. Ein 36 cm hohes Becken braucht 4 mm Glas; ein 60 cm hohes Becken braucht 6 mm. Gehärtetes (Einscheibensicherheits-)Glas ist steifer, aber wenn es einmal versagt, versagt es katastrophal – entspanntes Glas ist die sicherere Wahl für Heimaquarien.